DIE MUSIKWOCHE 37/08

14Sep08

Diese Woche: Idealismus, Identifikation und Idiosynkrasie.

Platz 10: Luxuslärm mit “1000 km bis zum Meer”. “Ich hab Fernweh nach der Welt…”
Juli, Silbermond, Luxuslärm – (fast) der gleiche Einheitsbrei. An Fernweh leidend bin ich nichtsdestotrotz am Liedtext hängen geblieben. Ich will auch Meer.

Platz 9: Woog Riots mit “Frank Backwards”. “We don’t work for minimum wages.”
Mal abgesehen davon, dass mir der Maskenmann im goldenen Trainingsanzug sehr sympathisch erscheint, habe ich mir vergangene Woche unter anderem “Unto This Last” von John Ruskin zu Gemüte geführt. Nach gründlicher Lektüre der gesammelten Essays war das dreitägige, mit überzeugtem Idealismus Durch-die-Welt-Stapfen unvermeidbar.

Platz 8: Sahara Hotnights mit “Cheek To Cheek”. “Face to face, cheek to cheek – do you hear the pounding beat?”
Unlängst wieder festgestellt: Paartanz liegt mir nicht. Ich tanze lieber meinen eigenen Tanz. Es mag von Zeit zu Zeit etwas doof aussehen, macht aber definitiv mehr Spaß.

Platz 7: Tom Petty & The Heartbreakers mit “Learning To Fly”. “Some say life will beat you down, break your heart, steal your crown.”
…You can stand me up at the gates of hell but I won’t back down. Die Lieder von Tom Petty strotzen nur so voller Kompatibilität. Fantastisch.

Platz 6: Estopa mit “Tu Calorro”. “Tu perfume es el veneno que contamina el aire que tu pelo corta, que me corta hasta el habla y el entendimiento porque es la droga que vuelve mi cabeza loca.”
Lange unterschätzt, jetzt schätzen gelernt.

Platz 5: The Ting Tings mit “Shut Up And Let Me Go”. “…hey!”
Ein solider Grundbeat, etwas Gitarre, mittelmäßig bis schlechte Texte. Und trotzdem gefällt’s.

Platz 4: Pelle Carlberg mit “I Love You, You Imbecile”. “I can live with all the stupid things you do.”
…and love you for everything you’re not! ♥

Platz 3: The Stooges mit “Gimme Danger”. “Gimme danger, little stranger!”
“Danger” ist mein zweiter Name. Jedenfalls wenn es um enge Parklücken und meinen Fiat geht…

Platz 2: Anna Leong mit “Guillotine”. “Please, baby, tell me what you want.”
So gut. Einfach so gut.

Platz 1: The Who mit “My Generation”. “This is my generation, baby.”
Diese Woche beglückte mich Die Zeit nicht nur mit einem sehr interessanten Artikel über die Jugend von heute, sondern vor allem mit “Katapult ins Herz” von Peter Roos, der wunderbar schildert, wie “My Generation” sein Leben verändert hat.


1. Zonsondergang meer van Bolsena, 2. 4.41am, 3. Bottoms up!, 4. The Take Off, 5. Calor, 6. .Shut.Up., 7. P5102965, 8. ! danger elephants at Knowsley Safari Park?, 9. guillotined, 10. Our soul has got a hole, we know, but what’s it waiting for?



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