Platz 10: Madonna mit “Take A Bow”. “This show is over, say goodbye.”
Madonna hat sich von Guy Ritchie getrennt. Eigentlich geht mir das ja an meinem Allerwertesten vorbei. Sollen die doch. Und bitte verschont mich in den Abendnachrichten damit. Es gibt Schlimmeres. Aber dann lese ich, dass besagte Dame ihren designierten Ex-Ehemann – am Tag nachdem die offizielle Pressemitteilung abgegeben wurde (wohlgemerkt!) – indirekt als “emotionally retarded” abstempelt. Zu einer Trennung gehören immer zwei. Trennungen sind immer schmerzhaft. Und da hab ich mich gefragt, wo die Liebe hin ist, nach fast acht Jahren Ehe. Traurig, dass man das Negative oft besser im Gedächtnis behält als das Gute. Und das dann auch so öffentlich breittreten muss. Go Team Ritchie!

Platz 9: Wham! mit “Last Christmas”. “It doesn’t surprise me.”
Donnerstag, der 16. Oktober 2008. Nichtsahnend hab ich das Radio laufen. Die Sonne scheint. Es sind um die 20 Grad. Bis Weihnachten muss ich noch 69 Mal schlafen, das ist also noch ein Weilchen hin. Um 15:41 Uhr wird auf SWR3 “Last Christmas” gespielt.

Platz 8: Fats Domino mit “Blueberry Hill”. “For you were my thrill.”
Günstig erworben habe ich vergangene Woche Fats Dominos Album This Is Fats (das Original stammt aus dem Jahre 1956). Fantastisches Album, von “Honey Chile” über “Blue Monday” bis hin zu “So Long”. “Blueberry Hill” ist und bleibt dennoch mein Favorit. Ein Glenn-Miller-Hit von 1940, der im Studio zusammengebastelt werden musste, da kein komplettes Take zustande kam (nennen wir es menschliches Versagen). Trotzdem: damals Platz 2 in den amerikanischen Pop Charts und an der Spitze der R&B Charts. Zurecht.

Platz 7: Creedence Clearwater Revival mit “Looking Out My Back Door”. “Bother me tomorrow – today, I’ll buy no sorrows.”
Times like these call for a Big Lebowski. Hat nur noch der White Russian gefehlt, aber die Milch war aus.

Platz 6: Little Richard mit “Slippin’ And Slidin’”. “Oh big conniver.”
Noch so ein Lied aus den 50ern. Am I old or what?!?

Platz 5: Paolo Nutini mit “Loving You”. “I love the prowess in the things that you do…”
Oh, I feel loved.

Platz 4: Juliette & The Licks mit “Hot Kiss”. “‘Oh Tallulah’, he said, ‘you’re so dramatic’.”
Ich hab Juliette und Jason Womack mal biertrinkend vor dem Hintereingang des Clubs gesehen, in dem sie am gleichen Abend zum Konzert geladen hatten. In Mannheim oder Ludwigshafen, das weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls trug Juliette den gleichen Indianerkopfschmuck wie im Video. Dafür aber neongelbe Leggins. Und ja, sie ist genauso durchgeknallt, wie sie aussieht. Ob Scientology Schuld ist?

Platz 3: Ryan Adams mit “Answering Bell”. Did I sleep? Musta been dreamin’…”
Hach, schmacht, Ryan Adams. Es wird Herbst, ich hab die Alben wieder rausgekramt. Und laut lachen müssen, als ich Elton John im Video zum Lied als lila-bemantelte Pummelfee entdeckt habe. I musta been dreamin’!

Platz 2: Louis Prima mit “Just A Gigolo/I Ain’t Got Nobody”. “Hummala bebhuhla zeebuhla boobuhla.”
Mir fällt auf: ich bin doch sehr 50s-lastig diese Woche.

Platz 1: Ella Fitzgerald mit “Ev’ry Time We Say Goodbye”. “Ev’ry time we say goodbye I die a little.”
S. sitzt mir gegenüber am Küchentisch. Noch. Er amüsiert sich augenscheinlich prächtig über die von mir verfasste Kurzgeschichte. In ein paar Stunden werden wir uns auf den Weg zum Bahnhof machen. Fernbeziehung. Sucks. Big time.