Es ist mal wieder an der Zeit, ja.

Platz 10: Teràpia de Shock mit “20 Minuts D’espera”. “Però desitjo tan sols veure’t aquí.”
Eine Teenieband. Ich fühl mich wie 16. Teràààpia!!!

Platz 9: The Unfinished Sympathy mit “Give Up Dig Down”. “It’s nice and quiet.”
Nice and quiet, von wegen. Vor einiger Zeit war ich mal auf einem Deutschlandkonzert von The Unfinished Sympathy. Im Januar hab ich dann Pol Fuentes, den Sänger von Rosa-Luxemburg kennengelernt. Und siehe da, die Welt ist klein, denn Pol ist der Bruder von Eric Fuentes, dem Sänger von The Unfinished Sympathy.

Platz 8: Lax’n'Busto mit “Miami Beach”. “Però sents un rock’n'roll i dius: ‘Carai, aquesta gent..!”
Ich bin verliebt. In Katalonien. Mit allem Drum und Dran.

Platz 7: Rocky Votolato mit “Eyes Like Static”. “Millions of voices on top of voices till noone’s listening.”
Ganz, ganz, ganz, GANZ tolles neues Album!

Platz 6: Passion Pit mit “To Kingdom Come”. “So now I hide in piles of princely orange peels, it feels the way you told me how it’d always feel.”
Falsetto, yay!

Platz 5: Gossos mit “Oxigen”. “Voldria dir-te tantes coses, però per a mi mai tens un moment.”
Manchmal frag ich mich, ob das Konzept der besseren Hälfte nur bloßes Wunschdenken ist.

Platz 4: Miguel Ríos mit “Santa Lucía”. “A menudo me recuerdas a mí.”
Ein Rockenroller getarnt als Schlagerstar. Fast so wie Roy Black, nur viel cooler.

Platz 3: Maria Coma mit “Gat”. “Nosaltres som bones persones.”
Marias Videoclip zu “Gat” hat vergangene Woche den Publikumspreis des Barcelona VisualSound Festivals gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Platz 2: Asaf Avidan & The Mojos mit “A Ghost Before The Wall”. “She had dancing shoes that never let her stay.”
Wenn es eine Sache gibt, die ich erleben muss, bevor ich das Zeitliche segne (toi, toi, toi!), ist das ein Asaf Avidan & The Mojos-Konzert.

Platz 1: Björk mit “Unravel”. “So when you come back, we’ll have to make new love.”
Vielleicht das beste Lied, das jemals komponiert wurde? Ich bin fest davon überzeugt. Jedenfalls im Moment.


Vergangenen Freitag hab ich mich auf den Weg nach Badalona gemacht. Aus gutem Grund, denn Salva Racero Alberch gab ein kleines und intimes Akustikkonzertchen im Theater des Círcol Catòlic. Und trotz des nicht zu unterschätzenden Bekanntheitsgrades von Salva Racero und Pemi Rovirosa, der auf der Gitarre begleitete, waren überraschenderweise nicht mehr als 30 bis 40 Leute im Publikum.

Salva Racero Alberch wurde 1976 in Manresa geboren und hat seit er 14 ist bei den verschiedensten musikalischen Projekten mitgearbeitet, darunter Mar i Cel, das bis heute erfolgreichste spanische/katalanische Musical. 2006 löste er den Sänger der alteingesessenen katalanischen Rockband Lax’n'Busto ab, von der ich in naher Zukunft hier auch noch berichten werde. Pemi Rovirosa ist Gründungsmitglied und Gitarrist eben dieser Band.

Hier ein paar Eindrücke vom Konzert in Badalona, bei dem Salva Lieder interpretiert hat, die ihn als Musiker besonders beeinflusst haben:



Die letzten paar Tage war ich krank. Übersetzt heißt das, dass ich mich mal wieder sehr ausgiebig YouTube habe widmen können. Und da bin ich auf den Kanal von diesem Typen gestoßen, der sich DJ Earworm nennt und mit sehr viel Liebe zum Detail Mash-ups mit dazugehörigen Videos fabriziert. Wie beispielsweise das folgende: ein Mash-up der Top 25 Billboard Charthits von 2009.

1. Gedanke: Boah, wie aufwendig!
2. Gedanke: Hm. Mindestens 20 von 25 Liedern noch nie gehört.
3. Gedanke: I’m so 2008!


Jetzt mal alle schnell rübersurfen zur Dixiemania. Und lesen, hören, staunen, freuen.

Danke.


Katalanische Musik. Beziehungsweise Musik auf katalanisch. Was? Noch nie gehört? Na dann wird’s Zeit. Einen guten Einstieg hierfür bieten ix! aus Cadaqués.

Die sechs Musiker – David Mullor am Mikrofon, Marc Ferrando an den Tasten, Aitor Chartos am Bass, Eduard Gonzalez am Schlagzeug, und Albert Freixas und Raul Marquez an den Gitarren – fanden im Frühling 2007 zusammen, nachdem alle bereits zuvor in verschiedensten Genres musikalisch unterwegs gewesen waren. Neun Monate, fünf Songs und einige Liveauftritte später, verbarrikadierten sie sich für einige Zeit im Studio, um ihr erstes Album einzuspielen, das im August 2008 unter dem Namen Autòmat Infinit veröffentlicht wurde.

Im Januar 2009 begaben sich die Jungs auf die Reise in ein neues Abenteuer. Für den Film Estació de l’Oblit, einer Produktion von Canónigo Films und des katalanischen Fernsehsenders TV3, die momentan auf diversen internationalen Filmfestivals von San Francisco bis Cairo der Öffentlichkeit präsentiert wird, waren ix! nicht nur für den (instrumentalen) Soundtrack verantwortlich, sondern spielten auch selbst eine kleine Rolle, nämlich die der Straßenmusiker.

Seit Mitte Februar ist mittlerweile das zweite Studioalbum L’ingenu és Lliure erhältlich, das auf dem eigenen Label Gat Records erscheint.

ix! ist eine dieser Bands, die man sich bei Gelegenheit am besten live anschaut – sie gelten nicht zu Unrecht als eine der besten Bands Kataloniens.



1 SONG

05Feb10

8 people, 5 instruments, 4 continents, 3 languages, 1 song.


ALBUMS OF 2009

30Dez09

Wie schon im Vorjahr, hier klicken, um zur Liste des Rolling Stone zu kommen (die allerdings 2009 nur 25 Alben aufführt), und dann meine Liste durchschauen, ganz subjektiv.

1. Lax’n'Busto: A l’Apolo
2. White Lies: To Lose My Life…
3. Various Artists: Dark Was The Night
4. John Mayer: Battle Studies
5. ix!: Autòmat Infinit
6. Coldplay: Left Right Left Right Left
7. Jarabedepalo: Orquesta Reciclando
8. Jamie Cullum: The Pursuit
9. Amanda Blank: I Love You
10. Metric: Fantasies
11. Helgi Jonsson: For The Rest Of My Childhood
12. Mika: The Boy Who Knew Too Much
13. Marina & The Diamonds: The Crown Jewels [EP]
14. Michael Jackson: Thriller
15. The Killers: Day & Age
16. Eric Hutchinson: Sounds Like This
17. Passion Pit: Manners
18. Camera Obscura: My Maudlin Career
19. The Dodos: Time To Die
20. Marissa Nadler: Little Hells
21. Langhorne Slim: Be Set Free
22. Jarvis Cocker: Further Complications
23. Jason Mraz: Jason Mraz’s Beautiful Mess: Live On Earth
24. Dennis Lisk: Suchen & Finden
25. We Are Smug: We Are Smug…
26. K’naan: Troubadour
27. Mazoni: Eufòria 5 – Esperança 0
28. Animal Kingdom: Signs And Wonders
29. Carolina Liar: Coming To Terms
30. Phoenix: Wolfgang Amadeus Phoenix
31. Michael Franti & Spearhead: All Rebel Rockers
32. Damià Olivella: Ara
33. Rosa Luxemburg: Com Cremar Una Ciutat
34. Jay-Z: The Blueprint 3
35. Arctic Monkeys: Humbug
36. Antony & The Johnsons: The Crying Light
37. Yeah Yeah Yeahs: It’s Blitz!
38. Daniel Merriweather: Love & War
39. Pete Doherty: Grace / Wastelands
40. Rainald Grebe: Das Hong Kong Konzert
41. Elvis Perkins: Elvis Perkins In Dearland
42. Morrissey: Years Of Refusal
43. Florence + The Machine: Lungs
44. Lily Allen: It’s Not Me, It’s You
45. Grizzly Bear: Veckatimest
46. Jack Peñate: Everything Is New
47. Empire Of The Sun: Walking On A Dream
48. Britney Spears: Circus
49. Peter Fox: Stadtaffe
50. Robbie Williams: Reality Killed The Video Star


Der gute Erik Penny war diese Woche bei Yagaloo zu Gast und erzählte von sich und seiner Musik. Anschauen:

more about "ERIK PENNY BEI YAGALOO", posted with vodpod


Es wird Herbst. Die Betonung liegt auf wird, denn hier in Barcelona, wo ich im Moment weile, herrschen immer noch äußerst wohltuende 21 Grad. [Allen in Deutschland verbliebenen wird an dieser Stelle die Gelegenheit gegeben, mächtig neidisch zu sein.] Dennoch häufen sich auch hier die Tage, an denen mir der wolkenbehängte Himmel einen Strich durch die Rechung macht und meinem Körper das ohne Mühe antrainierte, alltäglich gewordene, fünfzehn Minuten dauernde Vitamin D-Bad verweigert, weil der ganze Tag eine sich endlos hinziehende Dämmerung ist. Und wenn sich zu alledem auch noch die Meeresbrise in wasserspeiende Orkanböen verwandelt und einem den barcelonesischen Abfall aus den Tonnen um die Ohren schmettert, bleibt man am besten ganz zu Hause. Aber auch Tage wie diese haben ihren Reiz. Die ganze Hektik der Großstadt gerät in Vergessenheit, vor allem ganz besonders wenn ich mit geschlossenen Augen, gespitzten Ohren und einem süffigen Tässchen Ingwertee Helgi Hrafn Jónssons neuem Album For The Rest Of My Childhood lausche, das in isländischer Manier ruhig, poetisch und emotionsgeladen daherkommt. “ … and landmarks are fading to gray”, heißt es da schon im Opener “Ashes Away”. Ein passender Start für einen noch passenderen herbstlichen Soundtrack.

Einigen mag der Name Helgi Jónsson ein Begriff sein. Im Zusammenhang mit Sigur Rós vielleicht. Oder Teitur. Aber auch solo ist Helgi nicht zu verachten. Ohne Übertreibung ist das Resultat aus seinen Klangarrangements, seiner beruhigenden, aber trotzdem facettenreichen Stimme und den wie ich finde wundervollen Texten eine Offenbarung für Geist und Seele. Die Tatsache, dass sich Helgi nach einigen Jahren unter Österreichern deren Akzent angeeignet hat, bringt einen Pluspunkt. Und zehn Extrapunkte gibt es dafür, dass Helgi auf seiner Homepage die neue Single “Lay It Down” zum kostenlosen Download bereitstellt. Und es gibt noch so viel mehr Tolles!

Wer noch nie in Island war, aber gerne mal hin möchte, klickt am besten hier und versucht sein Glück beim Gewinnspiel [ich drück die Daumen!].

Wer sich Helgi mal live anhören und -schauen möchte, tut das am besten bei seiner anstehenden Tour:

  • 24.11.09  CH-Zürich // Hafenkneipe
  • 25.11.09  München // Atomic Café
  • 26.11.09  A-Wien // B72
  • 27.11.09  Köln // Studio 672
  • 28.11.09  Hamburg // Beatlemania
  • 29.11.09  Berlin // Admiralspalast 101

Wer knapp bei Kasse ist und sich keine Tickets leisten kann, surft am besten zum StyleSpion, der verlost Tickets für die anstehenden Termine.

Und wer wie ich sowohl zeitlich als auch geografisch verhindert ist, schaut am besten am Donnerstag, den 19. November um 20 Uhr beispielsweise bei Tonspion.de oder Whitetapes.de den Livestream zu Helgis Akkustik-Session an. Viel Spaß!

Photo: Jonatan Gretarsson


REMAKES #22

16Okt09

[Original.]



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